Ballone in der Raumfahrt

Ballone haben eine lange Geschichte. 1783 erfanden die französischen Gebrüder Montgolfiere den Heißluftballon, einige Jahre später stieg ein Gasballon mit Helium und Wasserstoff in die Lüfte. Anfangs wurden die Ballone nur zu Forschungszwecken benutzt, später dann im Krieg eingesetzt zur Luftbebachtung. Vor allem im Deutsch-Französischen Krieg und im ersten Krieg wurden Ballone aufsteigen lassen um über die feindliche Linien zu blicken und dies an die Kommandeure weiterzugeben. Nach dem Siegeszug des Flugzeugs starben die Bataillone der Ballone aus. Heute werden Heißluftballone nur noch zum Vergnügen im Luftsport benutzt um die Welt von oben zu sehen.

Auch in der Raumfahrt werden Ballone benutzt um den Vorteil des Schwebens auszunutzen. Als Forschungsballon werden die Ballone mit einem speziellen Traggas gefüllt und zu wissenschaftlichen Tests verwendet. So baut ein deutsch-finnischen Konsortium unter Federführung der Universität der Bundeswehr in München den Archimedes-Ballon, der die Lufthülle des Mars erkunden soll. Denn der Mars wurde bisher nur vom Boden aus erkundet mit Hilfe von Robotern und Mars-Rovern.

Doch die Marsatmosphäre eignet sich sehr gut für Forschungsballone: Im Gegensatz zum Mond hat der Mars eine Lufthülle, in der es eine Atmosphäre gibt: Sandstürme, Winde und sogar Schnee soll es auf dem Mars geben. Dazu soll dieser Ballon dicht über die Mars-Landschaft fahren und Berge und Täler aufnehmen. Dies war bisher nicht möglich aus der Luft.

Unterhalb des Ballons hängt eine Gondel in der hochauflösende Kameras und weitere Messinstrumente hängen. Dabei startet ein solcher Ballon nur meist einmal. Wenn das Gas entweicht oder die Verbindung zur Bodenstation unterbrochen wird, sind die millionenteuren Ballone für immer verloren.

No related posts.

Comments

Comments are closed.