Internationale Raumstation ISS

Die Internationale Raumstation ISS ist das bisher größte und teuerste Mammutprojekt der Menschheit. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, Russlands, der europäischen Weltraumagentur ESA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, Norwegen, die Schweiz, Belgien, Spanien und Schweden. Ein Vertrag zum Bau der ISS wurde im Jahr 1998 zwischen den Ländern geschlossen. Die USA untersagten China eine Teilnahme, weshalb die chinesische Regierung nun an der Entwicklung einer eigenen Raumstation arbeitet.

Die Bauarbeiten an der modular aufgebauten ISS begannen im November 1999 indem das wichtige russische Antrieb-, und Frachtmodul Sarja in die Umlaufbahn gebracht wurde. Insgesamt besteht die Raumstation aus 33 Modulen inklusive der vier Solarmodule, Gitterstrukturen und Verbindungselementen. Das letzte Modul wird das russische Labormodul Nauka sein, welches im Dezember 2011 an die ISS angedockt werden soll. Die Bauzeit beläuft sich damit auf 13 Jahre und die damit verbundenen Baukosten auf über 100 Milliarden Euro. Zwar ist die ISS noch nicht fertig gestellt aber dennoch ist die ständig besetzt und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Die Energieversorgung erfolgt über die vier Solarmodule, die mit Rotationsgelenken ausgerüstet sind und daher immer zur Sonne ausgerichtet werden können um eine optimale Effizienz zu erreichen. Die Raumstation befindet sich in einer niedrigen Erdumlaufbahn auf einer Höhe von durchschnittlich 365 Kilometern. Die Versorgung der Besatzung mit Lebensmitteln, Kleidung, Sauerstoff und Ersatzteilen erfolgt über regelmäßige Raumfrachter. Zum Einsatz kommen dabei der russische Progress-Frachter, der europäische Weltraumfrachter ATV (Automated Transfer Vehicle) und das japanische Versorgungsraumschiff HTV. Es ist denkbar, dass die ISS für spätere Weltraum-Missionen zum Mond und Mars als Startplattform für die Raumschiffe eingesetzt werden könnte.

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