Private Weltraumflüge
Seit dem Jahr 2004 gibt es die private Raumfahrt während vorher Privatpersonen nur mit Unterstützung ihrer Regierungen ins All etwa zur mittlerweile aufgegebenen russischen Raumstation MIR oder der ISS fliegen durften. Der erste Weltraumtourist war der millionenschwere US-Unternehmer Dennis Tito, der Ende April 2001 mit zwei Kosmonauten an Bord der Sojus TM-32 zur Internationalen Raumstation ISS geflogen wurde. Er besuchte alle Sektionen und lebte während der sechs Tage im russischen Navigations-, und Wohnmodul Swesda. Dennis Tito landete Anfang Mai mit der Sojus TM-31 wieder auf der Erde.
Im Jahr 1996 wurde der Wettbewerb Ansari X-Prize von der X-Prize Foundation ausgerufen verbunden mit den Ziel einen ersten bemannten privaten suborbitalen Weltraumflug zu erreichen. Acht Jahre später am 4.Oktober 2004 entschied das Raumschiff SpaceShipOne des teilnehmenden Teams Scaled Composite den Wettbewerb für sich und erhielt das Preisgeld von 10 Millionen US-Dollar. Der britische Unternehmer Richard Branson steht hinter dem Projekt SpaceShipOne. Aufgrund des erfolgreichen Flugs des Raumschiffs gründete er mit seinem Partner Burt Rutan das private Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic. Burt Rutan gehört Scaled Composites, einem Hersteller von Flugzeugprototypen. Virgin Galactic wird bis zum Jahr 2010/11 über fünf Raumschiffe verfügen und damit private Weltraumflüge für zahlungskräftige Touristen durchführen. Die Kosten für einen Weltraumflug belaufen sich auf rund 200.000 US-Dollar aber dürften mit steigender Touristenzahl in den nächsten Jahren sinken. Ein Normalverdiener wird sich einen solchen Raumflug wohl nur einmal im Leben leisten können. Die Raumschiffe werden vom privaten Weltraumbahnhof Spaceport America und der schottischen Luftwaffenbasis Lossiemouth Royal Airforce Base aus ins All starten.
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